Campus Platztor für die Universität St.Gallen
Modell Situation
Mit dem Campus Platztor in der St. Jakob-Vorstadt erhält die Universität St. Gallen (HSG) neben dem historischen Standort am Rosenberg einen zweiten Ort für Lehre, Forschung und Austausch. Eingebettet in einen terrassierten Garten verbindet der Neubau Altstadt, Vorstadt und Rosenberg zu einem durchlässigen Stadtraum.
Foyer, Marktplatz und Forum
Der Campus für rund 3'000 Studierende ist nicht nur Universitätsgebäude, sondern auch Begegnungsort für Akademie und Stadtgesellschaft - für Lehre und öffentliches Leben. Foyer, Marktplatz und Forum bilden das kommunikative und soziale Zentrum. Die offene Treppenanlage dient als Tribüne für Vorträge ebenso wie als informeller Lern- und Aufenthaltsraum.
Lernlandschaft
Zweigeschossige Lernbrücken verbinden die flexibel unterteilbaren Unterrichtsräume zu einer vernetzten Lernlandschaft. Ruhige Konzentrationsbereiche sind bewusst an der Fassade angeordnet, während Gruppen- und Besprechungsräume direkt an die Lehr- und Lernbereiche angebunden sind. Erfrischungszonen auf jedem Geschoss können mit den vorgelagerten Balkonen verbunden werden.
Nachhaltigkeit als Haltung
Nachhaltigkeit wird nicht als technische Anforderung, sondern als gestalterische Haltung verstanden. Architektur, Tragwerk und Freiraum greifen ineinander: Ein Holz-Skelett-Modulsystem mit Betonkernen ermöglicht flexible Nutzungen über Generationen. Wiederverwendete Materialien und Re-Use-Schüttungen erhöhen die thermische Speicherfähigkeit und den sommerlichen Wärmeschutz. Fotovoltaik, Geothermie und Free Cooling sichern einen dauerhaft emissionsarmen Betrieb.
Ansicht St. Jakob Vorstadt vom Rosenberg (heutiger Standort Universistät St. Gallen HSG), Ansichtskarte 1948
Foto Gross, Sammlung L. Hungerbühler
Schwarzplan und Landschaft
Axonometrie Neubau Campus Platztor
Strukturmodell
Design für Disassembly
Konzeptmodell Lernlandschaft
Blick auf den Marktplatz; Marktplatz, Foyer und Forum bilden das kommunikative Zentrum und einen architektonischen Knotenpunkt mit vielseitigen, kombinierbaren Nutzungen. Die offene Treppe dient zugleich als Verbindung und Tribüne für formelle und informelle Nutzung.
Bild: ethandeclerk
Blick auf die Lernlandschaft; Zweigeschossige Lernbrücken verbinden die flexibel unterteilbaren Unterrichtsräume zu einer vernetzten Lernlandschaft
Bild: ethandeclerk
Blick auf den terrassierten Garten
Bild: ethandeclerkCampus Platztor für die Universität St.Gallen
St. Gallen
Switzerland
Construction Management: Caretta Weidmann Baumanagement AG, Zürich
Structural engineering: Lüchinger Meyer Partner AG, Zürich
HVC: Amstein + Walthert AG, Zürich
Landscape Architect: Andreas Geser Landschaftsarchitekten AG, Zürich
Sustainablility: Intep Integrale Planung GmbH, Zürich
Building Physics / Noise Protection: Raumanzug GmbH, Zürich
Fire Safety: Gruner AG, Zürich